Tipp des Monats Dezember: Pflichtangaben in Rechnungen

Rechnung_Pflichangaben_ZfUUm als Unternehmer die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen zu können, gilt es bei einer ordnungsgemäßen Rechnung Pflichtangaben zu beachten. Diese elf Punkte haben wir in unserem Tipp des Monats Dezember einmal zusammengetragen:

Pflichtangaben in der Rechnung

1. Angabe des Namens

 

Als (Einzel-)Unternehmer und Rechnungsaussteller muss der vollständige Name angegeben werden. Als Personen- oder Kapitalgesellschaft muss der Name der Gesellschaft in der Rechnung aufgeführt werden.

2. Angabe der Anschrift

 

Dazu muss außerdem die vollständige Geschäftsadresse genannt werden.

3. Name und Anschrift des Kunden

 

Die Rechnung muss an den Kunden gerichtet werden und somit auch dessen Name sowie Anschrift beinhalten. Es genügt auch eine Postfach oder die Großkundenadresse.

4. Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

 

In der Rechnung muss außerdem die Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmers aufgeführt werden.

5. Rechnungsdatum

 

Nicht das Datum, an dem die Rechnung erstellt wurde, vergessen.

6. Fortlaufende Rechnungsnummer

 

Jede Rechnung muss mit einer fortlaufenden Rechnungsnummer gekennzeichnet werden. Damit stellt das Finanzamt sicher, dass die Rechnung nur einmal erstellt wurde.

7. Bezeichnung der erbrachten Leistungen

 

In der Rechnung müssen die erbrachten Leistungen mit den handelsüblichen Bezeichnungen (Menge, Art) angegeben werden. Bei sonstigen Leistungen (Dienstleistungen) müssen diese konkret beschrieben werden. Allgemeine Beschreibungen reichen nicht aus. Es kann aber ggf. auf ergänzende Dokumente verwiesen werden.

8. Zeitpunkt der Leistung

 

Außerdem muss der Zeitpunkt genannt werden, in dem die Leistung erbracht wurde. Dabei genügt die Angabe des Monats, in dem die Leistung erbracht wurde. Bei Lieferungen ist der Zeitpunkt der Tag der Lieferung, bei sonstigen Leistungen der Tag der Vollendung. Wird die Rechnung noch am Tag der Leistung gestellt, reicht der Hinweis „Leistungsdatum entspricht Rechnungsdatum“.

9. Entgelt

 

Der Nettobetrag, also der Betrag ohne Umsatzsteuer, ist das Entgelt. Gewährt ein Unternehmen Skonto genügt ein Hinweis darauf und auf die Höhe. Bei unterschiedlichen Steuersätzen ist das Entgelt – auch für etwaige Nebenleistungen – aufzuteilen.

10. Steuersatz und Steuerbetrag

 

Steuersatz (7 % oder19 %) und Steuerbetrag müssen in der Rechnung angegeben werden. Wurde eine umsatzsteuerfreie Leistung erbracht, muss darauf und auf den Grund der Steuerbefreiung hingewiesen werden.

11. Gutschrift

 

Wird durch den Leistungsempfängers mittels (umsatzsteuerlicher) Gutschrift abgerechnet, muss dieses Dokument seit dem 30. Juni 2013 ausdrücklich als Gutschrift bezeichnet werden. Rechnung oder Abrechnung ist demnach als Bezeichnung grds. unzulässig. Es darf aber auch eine Sprachfassung aus einem anderen Mitgliedstaat der EU (z.B. „self-billing-invoice“) verwendet werden.